Vor lauter Jetlag habe ich euch gestern meine Lieblingsgeschichte hier in den Staaten gar nicht erzählt. Ist aber nicht schlimm, denn jetzt kann ich sie wenigstens bis zum Schluss wiedergeben.
Könnt ihr euch noch erinnern, als ich am Anfang meiner Reise gewitzelt habe, ich würde mir einen Bart wachsen lassen und dann als Terrorist durchgehen (http://christof-blog.blogspot.com/2008/11/nennt-mich-einen-helden.html)? Seid froh, dass ich es nicht gemacht habe.o Ich dachte immer, dass Michael Mittermeier Mist erzählt, wenn er sagt, dass die USA einen echt auf dem Einreiseformular fragen, ob man Nazi oder Terrorist ist. Wer bitte kreuzt denn da „Ja“ an? Das wollte ich fast schon einen Zollbeamten fragen, aber die Einreise war ohnehin schon schwer genug. Zuerst alles in Ordnung: Fingerabdrücke abgeben, nett lächeln fürs Foto, Stempel in den Pass. Dann allerdings kam - nach Begutachtung meines Iran-Visums – ein Satz den man, vor allem in den USA, nicht hören möchte: „We might have a few more questions. Could you please wait in the examination room over there?“ In diesem Moment habe ich einfach nur gehofft, dass ich nicht in Guantanamo Bay lande. ;-) Im Ernst: Ich hatte echt Angst.
Der Beamte war dann auch dementsprechend knallhart und hat mich gefragt, warum ich in so vielen islamischen Ländern war, wo ich hin möchte, was mein Beruf ist usw. Mein Handgepäck musste ich komplett auspacken. Lustigerweise wurde es heute noch einmal untersucht. Diesmal sogar mit so einem Sprengstoffspurendetektor. I love this country! Nach etwa einer halben Stunde Kreuzverhör durfte ich dann aber doch zum Gepäckband.
Und Liebling Nr. 2 neben den Sicherheits-Jungs ist United Airways. „We have rerouted you!“ Danke für die Info. Statt L.A.-London-Dublin bekomme ich jetzt eine Tour durch die Staaten. Gerade bin ich in Denver, von wo aus ich nach Chicago fliege und dort hoffentlich den Flug nach London bekomme. Endlich wieder europäischer Boden... kanns kaum erwarten. Dann ist aber immer noch nicht sicher, dass ich nach Dublin komme, da ich den ursprünglichen Flug nicht mehr bekomme und der danach überbucht ist. Ich freu mich schon...will doch einfach nur irgendwo hin, wo ich näher an Deutschland und an günstigen Heimflügen bin... ;-) Als ich der Dame vorgeschlagen habe, mir doch einfach einen Flug nach München oder Frankfurt zu geben, fand sie das allerdings weniger lustig. Naja... lange Rede kurzer Sinn: Ich bin seit etwa einer Stunde in meiner neuen Heimat angekommen. Habe Internet im Hotel. Also bin ich für Skype und ähnliches zu haben – und das mit nur einer Stunde Zeitverschiebung. I love good old Europe!
Samstag, 3. Januar 2009
Donnerstag, 1. Januar 2009
Driving down the 101 to Hollywood
Was will Christof in L.A.? Shoppen! Also ab über die 101 (California here we come) nach Camarillo, wo es ein Mega-Marken-Outletcenter gibt. Ich muss mich immerhin für Google mit trendigen Klamotten eindecken. Hab nur noch gute Anzüge oder abgewrackte Backpacker-Klamotten - beides nicht New Economy-tauglich.
Nach dem Einkaufsmarathon muss ich natürlich - wenn ich hier schon nur zwei Tage bin - das typische Touristenprogramm absolvieren. Also auf Richtung Hollywood Boulevard. Da ich immer noch ziemlich verpennt bin, lasse ich Bilder sprechen und melde mich dann wieder aus Dublin. Round the World Trip fast beendet. Entschuldigt meinen wortkargen Post. Euch allen ein erfolgreiches und gesundes 2009!!!
Kommentare zu den Bildern:
1) Im Wachsfigurenkabinett
2) Ich bin unwürdig! Wenn Google etwas sucht, fragt es Chuck Norris... ;-)
3) Kein dolles Bild, aber immerhin: Hollywood Hills.
4) My personal Idol!



Nach dem Einkaufsmarathon muss ich natürlich - wenn ich hier schon nur zwei Tage bin - das typische Touristenprogramm absolvieren. Also auf Richtung Hollywood Boulevard. Da ich immer noch ziemlich verpennt bin, lasse ich Bilder sprechen und melde mich dann wieder aus Dublin. Round the World Trip fast beendet. Entschuldigt meinen wortkargen Post. Euch allen ein erfolgreiches und gesundes 2009!!!
Kommentare zu den Bildern:
1) Im Wachsfigurenkabinett
2) Ich bin unwürdig! Wenn Google etwas sucht, fragt es Chuck Norris... ;-)
3) Kein dolles Bild, aber immerhin: Hollywood Hills.
4) My personal Idol!
Mittwoch, 31. Dezember 2008
Mein doppelter Jahresausklang - Teil 2/ Downtown Los Angeles
Mit Jetlag, aber gespannt auf L.A. bin ich also - zum allerersten Mal in meinem Leben - in den Staaten angekommen. Schon witzig, dass ich zuerst im Iran war, bevor ich die USA besuche. ;-)
Zuerst einmal habe ich mir Downtown Los Angeles, wo auch mein Hotel ist, angesehen, nachdem ich mit dem Mietwagen in die Stadt gefahren bin. Juhu, ich kann auch noch Rechtsverkehr - zuletzt bin ich nämlich in Neuseeland Auto gefahren. Mit meinem Mazda und dem Navigationssystem ist das echt spaßig und weniger gewöhnungsbedürftig.
Ich war ja schon vorgewarnt worden, dass es in Los Angeles - nicht wie in New York am Times Square - kaum einen öffentlichen Ort gibt, wo viele Leute ins neue Jahr hinein feiern. Zwar bin ich mal kurz an einem Straßenfestival vorbei gelaufen auf dem Moby aufgelegt hat, letztendlich habe ich mich dann aber - auf Empfehlung der Hotelrezeption - für ein Irish Pub entscheiden. Passt doch, oder?
War wirklich sehr lustig. Viele nette Leute. Politisch anspruchsvolle Gespräche mit Amerikanern (und das mit Jet Lag und zunehmenden Guiness- und - man höre und staune - Paulanerspiegel) und um Mitternacht tatsächlich Guiness aus Sektkelchen zum anstoßen. Willkommen in meinem neuen Leben... Irland ich komme!


Zuerst einmal habe ich mir Downtown Los Angeles, wo auch mein Hotel ist, angesehen, nachdem ich mit dem Mietwagen in die Stadt gefahren bin. Juhu, ich kann auch noch Rechtsverkehr - zuletzt bin ich nämlich in Neuseeland Auto gefahren. Mit meinem Mazda und dem Navigationssystem ist das echt spaßig und weniger gewöhnungsbedürftig.
Ich war ja schon vorgewarnt worden, dass es in Los Angeles - nicht wie in New York am Times Square - kaum einen öffentlichen Ort gibt, wo viele Leute ins neue Jahr hinein feiern. Zwar bin ich mal kurz an einem Straßenfestival vorbei gelaufen auf dem Moby aufgelegt hat, letztendlich habe ich mich dann aber - auf Empfehlung der Hotelrezeption - für ein Irish Pub entscheiden. Passt doch, oder?
War wirklich sehr lustig. Viele nette Leute. Politisch anspruchsvolle Gespräche mit Amerikanern (und das mit Jet Lag und zunehmenden Guiness- und - man höre und staune - Paulanerspiegel) und um Mitternacht tatsächlich Guiness aus Sektkelchen zum anstoßen. Willkommen in meinem neuen Leben... Irland ich komme!
Mein doppelter Jahresausklang – Teil 1 Fiji/ Datumsgrenze
„When I was 24, it was a very good year!“ - Frei nach dem alten Sinatra-Song kann ich durchaus behaupten, dass mein letztes Jahr toll war. Jetzt ist 2008 also fast vorbei und ich zögere das neue Jahr noch ein bisschen hinaus, indem ich den Tag einfach verlängere. Im Moment sitze ich am Flughafen Nadi und warte auf den Flug nach L.A. Ich habe das mal gegoogelt und ich glaube, dass ich mich um Mitternacht noch VOR der Datumslinie befinden werde. Das bedeutet, dass das mit dem doppelten Silvester wirklich klappt. Ich bin gespannt, ob Air Pacific wenigstens einen Sekt springen lässt...
Den heutigen Tag habe ich ganz ruhig mit Spazieren gehen und am Strand bzw. Pool liegen verbracht – zumindest so lange, wie es das Wetter zugelassen hat. Nachmittags fing es nämlich an in Strömen zu regnen und hörte nicht mehr auf, bis mein Flughafentransfer kam. Bis dahin habe ich aber genug Zeit gehabt ein bisschen Südpazifiksonne zu tanken, Muscheln zu sammeln und mich wie ein typischer Urlauber zu fühlen – und nicht wie ein Backpacker, der seit Wochen nicht mehr in seinem eigenen Bett geschlafen hat. Abgesehen davon, dass ich gar kein eigenes Bett mehr habe. ;-)
Silvester im Flugzeug wurde gefeiert, obwohl wir - zumindest offiziell - zehn Minuten vor Mitternacht die Datumsgrenze überflogen hatten. War allerdings nicht sonderlich spannend. Es gab Orangensaft zum Anstoßen und der Pilot hat eine Durchsage gemacht und uns ein erfolgreiches 2009 gewunschen. Ich warte auf Teil 2...
Den heutigen Tag habe ich ganz ruhig mit Spazieren gehen und am Strand bzw. Pool liegen verbracht – zumindest so lange, wie es das Wetter zugelassen hat. Nachmittags fing es nämlich an in Strömen zu regnen und hörte nicht mehr auf, bis mein Flughafentransfer kam. Bis dahin habe ich aber genug Zeit gehabt ein bisschen Südpazifiksonne zu tanken, Muscheln zu sammeln und mich wie ein typischer Urlauber zu fühlen – und nicht wie ein Backpacker, der seit Wochen nicht mehr in seinem eigenen Bett geschlafen hat. Abgesehen davon, dass ich gar kein eigenes Bett mehr habe. ;-)
Silvester im Flugzeug wurde gefeiert, obwohl wir - zumindest offiziell - zehn Minuten vor Mitternacht die Datumsgrenze überflogen hatten. War allerdings nicht sonderlich spannend. Es gab Orangensaft zum Anstoßen und der Pilot hat eine Durchsage gemacht und uns ein erfolgreiches 2009 gewunschen. Ich warte auf Teil 2...
Dienstag, 30. Dezember 2008
Sag „Bula“ zu den Haien
Ein paar Stunden Flug von Neuseeland aus, schon ist man im Inselparadiees Fiji. Und man bekommt gleich am Flughafen Urlaubsfeeling geboten. Noch vor der Passkontrolle gibt es eine Band, die Urlauber mit der passenden Musik empfängt. Anschließend lernt man innerhalb von wenigen Minuten das erste Wort in Landessprache. „Bula“ bedeutet soviel wie Hallo, aber auch Wilkommen. Außerdem erfährt man, dass der Ort, in dem man gerade angekommen ist nicht „Nadi“ heißt, wie man es schreibt, sondern „Nandi“ ausgesprochen wird. Das erklärt dann auch den Flughafencode NAN.
Die Insulaner sind alle sehr nett und so hatte ich auch schnell den richtigen Transferbus ins Hotel gefunden. Dort angekommen war mein erster Gedanke: „Schnell zum Touroffice und für morgen Tauchgänge buchen. Das ist deine letzte Chance!“ Nach einer Stunde bei der netten Dame wusste ich, dass für morgen nirgends mehr etwas frei ist. Damit wollte ich mich aber nicht zufrieden geben... Nachdem es sowieso gerade ein heftiges Gewitter gab, bin ich also, nach dem Abendessen in einem netten kleinen Restaurant, früh ins Bett gegangen und heute morgen um sechs aufgestanden und Richtung Ressorthotels aufgebrochen, wo alle Tauchbasen sind. Und es hat sich gelohnt. Nachdem ich den Basisangestellten bekniet habe, mich doch bitte mit aufs Boot zu nehmen und tatsächlich jemand storniert hat, konnte ich Tauchen gehen. Wahrscheinlich hat es auch geholfen, dass der gute Mann offensichtlich vom anderen Ufer (und ich meine keine der über 300 Inseln Fijis) war und mich wohl ganz nett fand. Als er mich dann allerdings mit dem Arm um meine Schulter zum Abendessen zu sich eingeladen hat, habe ich doch dankend abgelehnt.
Da ich bis zur Abfahrt des Tauchboots noch etwas Zeit hatte, habe ich mich einfach ganz frech an den Hotelstrand bei der Basis gelegt. Die Strände hier sind wirklich traumhaft. Toller, heller Sand, badewannenwarmes Wasser (obwohl es heute sehr bewölkt war) und Palmen. Flitterwochenparadies Fiji! Das tolle ist, dass bei den vielen Inseln wirklich jeder seinen einsamen Privatstrand auf Zeit haben kann – Einfach einen Fischer bestechen und los geht’s. Deswegen wurden hier auch Filme wie „Die blaue Lagune“ oder „Cast Away“ gedreht.
Auf dem Boot angekommen, bemerkte ich erstmal, dass der Service hier auf Fiji schon sehr gut ist. Mein Leihequipment war schon komplett aufgebaut und der Tauchguide war fast etwas beleidigt, als ich meine Flasche dann doch vor dem Tauchen noch einmal selbst checken wollte. Von den beiden Tauchgängen war ich im ersten Moment etwas enttäuscht, da man sehr schlechte Sicht hatte und das Riff – wahrscheinlich durch zu viele Taucher – sehr gelitten hatte. Ich hatte in meiner Gruppe zwei Japaner mit jeweils über 400 Tauchgängen. Leider konnten sie trotzdem nicht tarieren (für alle Nicht-Taucher: Tarieren heißt durch Luft in das Tauchjackett ein- oder auslassen im Wasser zu schweben) und haben mit ihren Flossen einige Korallen abgebrochen. Dann aber wurde der Tauchgang doch noch gerettet: Ich habe meinen ersten Hai in freier Wildbahn gesehen! Ein etwa 1,5 m großer Weißspitzenriffhai. Das Tolle daran war, dass er sich gerade ausgeruht hat und ich ihn mir aus der Nähe ansehen konnte. Als er dann – wohlgemerkt wegen der Japaner – aufgeschreckt weiter geschwommen ist, kam er so nah an mir vorbei, dass ich ihn kurz am Bauch berührt habe. Darauf habe ich lange warten müssen. Immerhin tauche ich jetzt schon seit zwölf Jahren! Auf Fiji gibt es sogar einen Unterwassernationalpark, in dem Haie gefüttert werden. Dort garantieren sie sechs verschiedene Arten auf einem Tauchgang. Ich weiß schon, was ich beim nächsten Fijibesuch mache. Außerdem habe ich auf der Rückfahrt zum Hotel dann noch ein Jobangebot bekommen. Die Taucbasis braucht dringend mehrsprachige Tauchlehrer. Ich würde sogar den Divemaster-Kurs bezahlt bekommen und hätte freie Unterkunft. Das ist schon ein verlockendes Konkurrenzangebot zu Google, aber ich habe trotzdem dankend abgelehnt. ;-)
Im Anschluss war ich noch mit Yumi und Yuki, zwei Japanerinnen vom Tauchboot, die gerade einen Englischkurs – und ihren Open Water Diver – auf Fiji machen, essen. Das war sehr lustig, da die beiden den Englischkurs dringend nötig haben und wir uns in Zeichensprache verständigt haben. Fiji ist also ebenfalls sehr schön. Meine Glückssträhne hält an und morgen wird der Jahresausklang am Strand verbracht. Grüße in die kalte Heimat!


Die Insulaner sind alle sehr nett und so hatte ich auch schnell den richtigen Transferbus ins Hotel gefunden. Dort angekommen war mein erster Gedanke: „Schnell zum Touroffice und für morgen Tauchgänge buchen. Das ist deine letzte Chance!“ Nach einer Stunde bei der netten Dame wusste ich, dass für morgen nirgends mehr etwas frei ist. Damit wollte ich mich aber nicht zufrieden geben... Nachdem es sowieso gerade ein heftiges Gewitter gab, bin ich also, nach dem Abendessen in einem netten kleinen Restaurant, früh ins Bett gegangen und heute morgen um sechs aufgestanden und Richtung Ressorthotels aufgebrochen, wo alle Tauchbasen sind. Und es hat sich gelohnt. Nachdem ich den Basisangestellten bekniet habe, mich doch bitte mit aufs Boot zu nehmen und tatsächlich jemand storniert hat, konnte ich Tauchen gehen. Wahrscheinlich hat es auch geholfen, dass der gute Mann offensichtlich vom anderen Ufer (und ich meine keine der über 300 Inseln Fijis) war und mich wohl ganz nett fand. Als er mich dann allerdings mit dem Arm um meine Schulter zum Abendessen zu sich eingeladen hat, habe ich doch dankend abgelehnt.
Da ich bis zur Abfahrt des Tauchboots noch etwas Zeit hatte, habe ich mich einfach ganz frech an den Hotelstrand bei der Basis gelegt. Die Strände hier sind wirklich traumhaft. Toller, heller Sand, badewannenwarmes Wasser (obwohl es heute sehr bewölkt war) und Palmen. Flitterwochenparadies Fiji! Das tolle ist, dass bei den vielen Inseln wirklich jeder seinen einsamen Privatstrand auf Zeit haben kann – Einfach einen Fischer bestechen und los geht’s. Deswegen wurden hier auch Filme wie „Die blaue Lagune“ oder „Cast Away“ gedreht.
Auf dem Boot angekommen, bemerkte ich erstmal, dass der Service hier auf Fiji schon sehr gut ist. Mein Leihequipment war schon komplett aufgebaut und der Tauchguide war fast etwas beleidigt, als ich meine Flasche dann doch vor dem Tauchen noch einmal selbst checken wollte. Von den beiden Tauchgängen war ich im ersten Moment etwas enttäuscht, da man sehr schlechte Sicht hatte und das Riff – wahrscheinlich durch zu viele Taucher – sehr gelitten hatte. Ich hatte in meiner Gruppe zwei Japaner mit jeweils über 400 Tauchgängen. Leider konnten sie trotzdem nicht tarieren (für alle Nicht-Taucher: Tarieren heißt durch Luft in das Tauchjackett ein- oder auslassen im Wasser zu schweben) und haben mit ihren Flossen einige Korallen abgebrochen. Dann aber wurde der Tauchgang doch noch gerettet: Ich habe meinen ersten Hai in freier Wildbahn gesehen! Ein etwa 1,5 m großer Weißspitzenriffhai. Das Tolle daran war, dass er sich gerade ausgeruht hat und ich ihn mir aus der Nähe ansehen konnte. Als er dann – wohlgemerkt wegen der Japaner – aufgeschreckt weiter geschwommen ist, kam er so nah an mir vorbei, dass ich ihn kurz am Bauch berührt habe. Darauf habe ich lange warten müssen. Immerhin tauche ich jetzt schon seit zwölf Jahren! Auf Fiji gibt es sogar einen Unterwassernationalpark, in dem Haie gefüttert werden. Dort garantieren sie sechs verschiedene Arten auf einem Tauchgang. Ich weiß schon, was ich beim nächsten Fijibesuch mache. Außerdem habe ich auf der Rückfahrt zum Hotel dann noch ein Jobangebot bekommen. Die Taucbasis braucht dringend mehrsprachige Tauchlehrer. Ich würde sogar den Divemaster-Kurs bezahlt bekommen und hätte freie Unterkunft. Das ist schon ein verlockendes Konkurrenzangebot zu Google, aber ich habe trotzdem dankend abgelehnt. ;-)
Im Anschluss war ich noch mit Yumi und Yuki, zwei Japanerinnen vom Tauchboot, die gerade einen Englischkurs – und ihren Open Water Diver – auf Fiji machen, essen. Das war sehr lustig, da die beiden den Englischkurs dringend nötig haben und wir uns in Zeichensprache verständigt haben. Fiji ist also ebenfalls sehr schön. Meine Glückssträhne hält an und morgen wird der Jahresausklang am Strand verbracht. Grüße in die kalte Heimat!
Sonntag, 28. Dezember 2008
Rangitoto Island und mein letzter Tag in Neuseeland
An meinem letzten Tag in Auckland hatte ich irgendwie schon wieder genug vom Großstadtleben. Ähnlich wie in Istanbul mit den Prinzeninseln ist das hier allerdings kein Problem. Rauf auf die Fähre – raus aus dem Moloch. Rangitoto Island ist eine vulkanische Insel, die durch einen Ausbruch des dortigen Vulkans vor nur 600 Jahren entstanden ist. Man merkt wie gefährlich Auckland lebt, denn es gibt nicht nur diesen Vulkan, sondern mehrere andere, die jederzeit ausbrechen könnten. Die Insel selbst ist sehr schön. Man hat dichten Wald, aber teilweise auch Felder mit schwarzen Lavabrocken, die ein wenig an Lanzarote erinnern. Auf dem Vulkanboden wachsen zudem einige Pflanzen, die es nur auf dieser Insel gibt. Da man vom Vulkan aus einen tollen Blick über Auckland hat, ist die Insel ein beliebtes Ausflugsziel.
Abends war ich noch mit ein paar Deutschen aus dem Hostel auf der Mission ein trinkbares Bier in Auckland zu finden. Ich treibe mich ja eigentlich lieber mit anderen Nationalitäten herum, aber mein Hostel ist voll mit Landsleuten. Wir waren auch fast erfolgreich und haben eine Gasthausbrauerei aufgetrieben, deren selbst gebrautes Bier durchaus trinkbar ist. Auch wenn Auckland für ein paar tage ganz nett war, denke ich, dass man es bei einem Neuseeland-Trip durchaus auch auslassen kann. Die Stadt hat zwar ein gewisses Flair, aber es ist eben doch eine typische Großstadt. Also ab auf die nächste Insel – Fiji, ich komme!
Abends war ich noch mit ein paar Deutschen aus dem Hostel auf der Mission ein trinkbares Bier in Auckland zu finden. Ich treibe mich ja eigentlich lieber mit anderen Nationalitäten herum, aber mein Hostel ist voll mit Landsleuten. Wir waren auch fast erfolgreich und haben eine Gasthausbrauerei aufgetrieben, deren selbst gebrautes Bier durchaus trinkbar ist. Auch wenn Auckland für ein paar tage ganz nett war, denke ich, dass man es bei einem Neuseeland-Trip durchaus auch auslassen kann. Die Stadt hat zwar ein gewisses Flair, aber es ist eben doch eine typische Großstadt. Also ab auf die nächste Insel – Fiji, ich komme!
Samstag, 27. Dezember 2008
„Damn it – just do it!“ - mein Bungy Jump
Kennt ihr das Gefühl, wenn man sich denkt: Ich muss das nicht machen, ich habe eine Mordsangst davor – aber ich will es trotzdem probieren! Genau so ging es mir gestern. Stev hatte mir in Q-Town erzählt, dass er – aus Gruppenzwang – einen Bungy Jump gemacht hatte und ich hatte kurzzeitig darüber nachgedacht, das auch zu probieren. Nur kurz für diejenigen, die das nicht schon ohnehin wissen: Ich habe Höhenangst! Als ich gestern gesehen habe, dass ein Bungy Jump hier günstiger ist, als in Queenstown, habe ich mir gedacht: „Christof, das ist dein Selbsterfahrungstrip. Du machst das nie wieder. F*&?k it – Just do it!" Neuseeland ist immerhin das Mutterland des modernen Bungy Jumping durch A.J. Hackett, der das Ganze zum ersten Mal professionell unter Sicherheitsstandards betrieben hat. Und ich habe gebucht – keine Rückerstattung möglich.
Eigentlich wollte ich den Sprung dann gleich gestern durchziehen, war aber etwas zu spät dran, also musste ich heute unter erschwerten Bedingungen durch - a) Nieselregen und b) eine ganze Nacht Zeit um sich Gedanken darüber zu machen - springen. Am Anfang wird man erstmal in das Geschirr gesteckt und muss dann mehrere hundert Meter auf der Brücke zurücklegen– nach unten sind es dann nur dreiundvierzig. Schon in diesem Moment, wenn man nach unten auf das Wasser schaut, fragt man sich, was man hier eigentlich tut.
Davor war ich schon gewogen und mein Gewicht in Rot auf der linken Hand vermerkt worden. War schon einmal der erste positive Moment, da ich, trotz reiner Fast Food-Ernährung in Sydney und lukullischer Genüsse in Neuseeland, zwei Kilo abgenommen habe seit ich mich das letzte Mal gewogen habe. Im Video sieht das nicht so aus - aber das liegt an dem sexy Geschirr und dem zu weiten Poloshirt. Mein Hosenbund spricht eine andere Sprache. ;-) Das Wiegen ist nicht etwa dazu da, um herauszufinden, wieviel Gammelfleisch zum Verkauf steht, wenn etwas schief gehen sollte, sondern um festzulegen, wie elastisch das Seil sein muss, damit das auch mit dem „Dip“ funktioniert. Man kann sich entscheiden, ob man mit dem Kopf ins Wasser will oder nicht. Kurz vor dem Sprung sagen dann nur noch Weicheier nein. Und mir soll noch einmal einer sagen, dass ich eins bin. Ich habe es gemacht! Ich hatte natürlich Angst, aber um ehrlich zu sein hat es richtig Spaß gemacht. Ich muss sogar sagen, dass ich manche Attraktionen in Freizeitparks von der Höhenangst her schlimmer finde. Und ich habe jetzt etwas mit Incubus, Maroon Five, dem irischen Rugby-Nationalteam und dem Prinz von Jordanien gemeinsam. Die haben nämlich alle schon den selben Sprung gemacht.
Damit ihr euch auch köstlich amüsieren könnt, habe ich Bilder und ein Video zum Sprung gekauft. Ein netter deutscher IT-Spezialist hier im Hostel hat mir geholfen, das Ganze passend fürs Blog zu machen. Also Bildbeweis vorhanden. Seht selbst, wie mir die Angst ins Gesicht geschrieben steht, aber achtet auch auf den euphorischen Gesichtsausdruck danach! Und wenn ich dafür jetzt keine Kommentare im Blog, Nachrichten im StudiVZ und Facebook oder Emails en masse bekomme, bin ich beleidigt. ;-) Just do it!
Kommentare zu den Bildern (das Video bedarf keiner Worte):
1) Bevor man sich in die Hosen macht...
2) Nicht chronologisch: Ich im freien Fall
3) Bitte lächeln für das Bild - es könnte das letzte sein
4) "Warum mache ich das grade?"
5) "Ja, es war geil! Sieht man das nicht?"
6) Meine offizielle Urkunde





Eigentlich wollte ich den Sprung dann gleich gestern durchziehen, war aber etwas zu spät dran, also musste ich heute unter erschwerten Bedingungen durch - a) Nieselregen und b) eine ganze Nacht Zeit um sich Gedanken darüber zu machen - springen. Am Anfang wird man erstmal in das Geschirr gesteckt und muss dann mehrere hundert Meter auf der Brücke zurücklegen– nach unten sind es dann nur dreiundvierzig. Schon in diesem Moment, wenn man nach unten auf das Wasser schaut, fragt man sich, was man hier eigentlich tut.
Davor war ich schon gewogen und mein Gewicht in Rot auf der linken Hand vermerkt worden. War schon einmal der erste positive Moment, da ich, trotz reiner Fast Food-Ernährung in Sydney und lukullischer Genüsse in Neuseeland, zwei Kilo abgenommen habe seit ich mich das letzte Mal gewogen habe. Im Video sieht das nicht so aus - aber das liegt an dem sexy Geschirr und dem zu weiten Poloshirt. Mein Hosenbund spricht eine andere Sprache. ;-) Das Wiegen ist nicht etwa dazu da, um herauszufinden, wieviel Gammelfleisch zum Verkauf steht, wenn etwas schief gehen sollte, sondern um festzulegen, wie elastisch das Seil sein muss, damit das auch mit dem „Dip“ funktioniert. Man kann sich entscheiden, ob man mit dem Kopf ins Wasser will oder nicht. Kurz vor dem Sprung sagen dann nur noch Weicheier nein. Und mir soll noch einmal einer sagen, dass ich eins bin. Ich habe es gemacht! Ich hatte natürlich Angst, aber um ehrlich zu sein hat es richtig Spaß gemacht. Ich muss sogar sagen, dass ich manche Attraktionen in Freizeitparks von der Höhenangst her schlimmer finde. Und ich habe jetzt etwas mit Incubus, Maroon Five, dem irischen Rugby-Nationalteam und dem Prinz von Jordanien gemeinsam. Die haben nämlich alle schon den selben Sprung gemacht.
Damit ihr euch auch köstlich amüsieren könnt, habe ich Bilder und ein Video zum Sprung gekauft. Ein netter deutscher IT-Spezialist hier im Hostel hat mir geholfen, das Ganze passend fürs Blog zu machen. Also Bildbeweis vorhanden. Seht selbst, wie mir die Angst ins Gesicht geschrieben steht, aber achtet auch auf den euphorischen Gesichtsausdruck danach! Und wenn ich dafür jetzt keine Kommentare im Blog, Nachrichten im StudiVZ und Facebook oder Emails en masse bekomme, bin ich beleidigt. ;-) Just do it!
Kommentare zu den Bildern (das Video bedarf keiner Worte):
1) Bevor man sich in die Hosen macht...
2) Nicht chronologisch: Ich im freien Fall
3) Bitte lächeln für das Bild - es könnte das letzte sein
4) "Warum mache ich das grade?"
5) "Ja, es war geil! Sieht man das nicht?"
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